Was ist DMARC?
DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance) ist der dritte Baustein der E-Mail-Authentifizierung — und der einzige, der den beiden anderen, SPF und DKIM, eine bindende Anweisung gibt. Solange nur SPF und DKIM gesetzt sind, prüfen Empfänger zwar, ob eine Mail authentisch ist, treffen aber selbst die Entscheidung, was bei einem Fehlschlag geschieht. DMARC dreht das um: Sie als Domain-Inhaber legen die Policy fest.
Ein DMARC-Record ist ein TXT-Record am Hostnamen _dmarc.example.com. Er definiert drei Dinge: erstens die Policy (p=none, p=quarantine oder p=reject), zweitens die Reporting-Adressen (rua= für aggregierte Tagesberichte, ruf= für Forensik), drittens optional Alignment-Schärfe (adkim, aspf) und Anteil (pct).
Der eigentliche Hebel ist Alignment: DMARC verlangt, dass die Domain im sichtbaren From-Header mit der SPF-Return-Path-Domain bzw. der DKIM-d=-Domain übereinstimmt — sonst schlägt es fehl, selbst wenn SPF/DKIM einzeln passen. Genau das macht es so wirksam gegen Spoofing: ein Angreifer kann zwar eine eigene Mail SPF/DKIM-konform versenden, aber nicht unter Ihrer From-Domain.
Tiefer eintauchen → Was ist DMARC?