Was ist SPF?
SPF (Sender Policy Framework) ist der älteste der drei E-Mail-Authentifizierungs-Standards und beantwortet eine einzige Frage: welche Server dürfen im Namen Ihrer Domain Mails versenden? Der Mechanismus ist denkbar einfach — ein TXT-Record auf der Domain listet erlaubte IPs, IP-Ranges oder Verweise auf andere SPF-Records (Includes) auf, und schließt mit einer All-Direktive, die festlegt, was mit nicht aufgelisteten Sendern geschehen soll.
Empfangende Server prüfen bei jeder Mail die Return-Path-Domain (Envelope-From) gegen den dort gefundenen SPF-Record. Stammt die sendende IP nicht aus der erlaubten Liste, greift die All-Direktive: -all bedeutet Hardfail (ablehnen), ~all Softfail (verdächtig markieren), ?all neutral, +all alles erlaubt — letzteres macht den Record praktisch wertlos.
Die wichtigste technische Grenze ist das 10-DNS-Lookup-Limit aus RFC 7208: jedes include:, a:, mx:, ptr: und exists: zählt als Lookup. Wer über 10 kommt, scheitert mit PermError, und SPF gilt als nicht ausgewertet — gefährlich, weil DMARC dann ebenfalls scheitert. Bei vielen Marketing- und CRM-Tools wird dieses Limit schnell gerissen.
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